Anastasia Timofejewna Fatejewa

Anastasia Timofejewna Fatejewa arbeite den ganzen Krieg lang in Moskau im Zentralen Telegrafenamt in der Gorkistraße als Telegrafistin im Generalstab in der Regierungsleitung des Verteidigungsministeriums.

 

Als mit der Evakuierung Moskaus begonnen wurde, fragte die Urgroßmutter, ob die Faschisten bis nach Stalingrad kommen würden, worauf man ihr antworten, dass „sie nicht kommen“ würden. Daraufhin schickte sie ihre Tochter, unsere Oma Valeria Semjonowna, dorthin. Aber bald kamen Flugzeuge und warfen Flugblätter ab, dass sich alle ergeben sollten. Unsere Uroma Anastasia Timofejewna fuhr los und nahm ihre Tochter wieder mit, als der Beschuss der Stadt bereits begonnen hatte. Sie konnten mit dem letzten Zug entkommen. Ihnen entgegen kamen unaufhörlich Züge mit Soldaten. Unsere Oma war damals noch keine vier Jahre alt, und sie musste allein zu Hause bleiben (sie wohnten im Gebäude des Zentralen Telegrafenamtes), während ihre Mutti rund um die Uhr und ohne Wochenende und Feiertage arbeitete und nur nach Hause kommen konnte, um ihrer kleinen Tochter etwas zu essen zu geben. Die Faschisten versuchten unaufhörlich durchzubrechen, da dieser Ort in der Nähe des Roten Platzes war. Nachts heulten für gewöhnlich die Sirenen, und die Oma flüchtete sich in den Luftschutzkeller. Eines Tages schafften die feindlichen Flugzeuge doch den Durchbruch, trotz aller Anstrengungen der Luftabwehr und obwohl Zeppeline zur Verteidigung des Luftraumes über dem Zentrum Moskaus eingesetzt wurden.

 

Auch auf das Telegrafenamt wurde eine Bombe abgeworfen, aber wir hatten großes Glück, weil der Pilot sein Ziel verfehlte und das Nachbarhaus traf. Im Generalstab wurde darüber informiert, wohin die Bomben abgeworfen wurden. Unsere Uroma erfuhr das und stürzte nach Hause. Sie kommt zu Hause an, und ihre Tochter – unsere Oma – schläft.

 

Als sie sie fragte, warum sie nicht in den Luftschutzkeller gegangen ist, sagte unsere Oma: „Soll er zum Teufel gehen, dieser Hitler!“


Mit den besten Wünschen für Gesundheit, Frieden und Liebe!

Galina  Wlassenko

(Übersetzt von Ehrengard Heinzig)

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